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Handarbeit ist silbern, Maschinenarbeit – schwarz!

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Arbeitssicherheit: Die richtige Nuss für Elektro- und Schlagschrauber

Silberne Nüsse darf man weder an Elektroschraubern noch an Schlagschraubern nutzen. Denn die Nuss ist bei angetriebenen Werkzeugen hohen Belastungen ausgesetzt. Eine Norm definiert speziell dafür gedachte Nüsse. Der Praktiker erkennt sie an der Farbe: Sie sind schwarz. Ihr Einsatz macht die Arbeit sicherer.

Essen, April 2013. „Die meisten Probleme in der Schraubmontage treten durch brechende Nüsse auf“, sagt Markus Fischer, Leiter Seminare und Trainings in der Industriewerkzeugsparte der Atlas-Copco-Gruppe. „Und die waren dann normalerweise silbern und hätten nicht eingesetzt werden dürfen.“ Denn ausgelegt für den Einsatz an angetriebenen (auch schlagenden) Werkzeugen ist laut Norm nur die „Spezialstahl-DIN-3129-Impact-Stecknuss“. Und die sei in aller Regel schwarz. Silberne Chrom-Vanadium-Sechskant-Stecknüsse dagegen eigneten sich nur für handbetätigte Ratschen oder Schraubenschlüssel. „Kein Wunder also, dass die silbernen Nüsse an Elektroschraubern gelegentlich aufgeben – dafür sind sie schlicht nicht gedacht!“, meint Fischer.

Die DIN 3129* sowie die im Wesentlichen gleichlautende ISO 2725-2** definieren die Anforderungen an Stecknüsse für alle motorisch angetriebenen Werkzeuge. Insbesondere gilt das für elektrische Schraubsysteme. Bei der letzten Überarbeitung wurden in der DIN 3129 beispielsweise Anforderungen an die Härte ergänzt sowie Prüfdrehmomente vorgegeben. Als Werkstoff wird zwar „nur“ ein legierter Stahl vorgeschrieben, aber zusammen mit den Werten für Härte und Prüfdrehmoment ist sichergestellt, dass eine solche Nuss auch den Belastungen im Alltag standhält. Für handbetätigte Werkzeuge gibt es analog dazu übrigens die DIN 3124 beziehungsweise ISO 2725-1.

Schutz vor Hand- und Augenverletzungen

„Die Wahl der richtigen Nuss beeinflusst vor allem die Arbeitssicherheit“, betont Markus Fischer. Moderne Werkzeuge, wie die von Atlas Copco Tools, sind zwar immer so ausgelegt, dass Reaktions- sowie Haltekräfte und -momente für alle Werker und Werkerinnen minimal und damit beherrschbar bleiben. „Doch eine plötzlich brechende Nuss lässt sich nicht vorhersehen – schwere Hand- und Augenverletzungen sind oft die Folge.“ Dieses Risiko müsse man nicht eingehen. Wichtig: „In solchen Fällen sind in der Regel die Meister oder eben diejenigen haftbar zu machen, die nicht das richtige Werkzeug zur Verfügung gestellt haben – das verdrängen die meisten gerne.“

Um Unfälle und Fehlerquellen auszuschließen, bietet Atlas Copco Trainings und Fortbildungen zum Thema Sicherheitszubehör im Rahmen des Seminars „Ergonomie in der Schraubmontage“ an. Mit diesem Seminar wird auch das Know-how vermittelt, den Ansprüchen der DIN EN 1005 (rund um die Sicherheit von Maschinen) Genüge zu tun. „Eine der wichtigsten Maßnahmen kommt dabei ganz ohne Zubehör aus“, fährt Fischer fort: „Hände weg von rotierenden Teilen!“

Insbesondere bei Winkelschraubern keine einfache Sache, denn hier neigt der Werker dazu, eine Hand auf den Winkelkopf zu legen. „Das sollte man unterlassen, ob mit oder ohne Handschuhe!“ Denn werden beispielsweise die falschen, fadenziehenden, Handschuhe verwendet, können im Extremfall Finger abgetrennt werden. Um das zu verhindern, sollte die Hand den Winkelkopf gar nicht erst berühren. Wer das Werkzeug trotzdem so halten will, sollte eine nicht mitrotierende Schutzabdeckung anbringen, wie sie Atlas Copco Tools als Sicherheitszubehör anbietet.

Zubehör wird auch dann wichtig, wenn das Werkzeug optimal an die spezielle Montagesituation angepasst werden soll. „Gekapselte Abtriebsverlängerungen spielen hier eine wichtige Rolle; sie verhindern nicht nur Fehlhaltungen am Werkzeug, sondern erhöhen auch deutlich die Drehmomentgenauigkeit im Gegensatz zu einfachen Aufsteckverlängerungen“, erläutert der Trainingsprofi. „Parallel dazu wird das Werkzeug geschont: Es hält länger!“

Bei den Verlängerungen gelte das Gleiche wie bei den Nüssen: Sie müssen für den Einsatz an angetriebenen Werkzeugen auch ausgelegt sein. Weiteres Zubehör, wie zusätzliche Handgriffe oder Kraft- und Momentenstützen, kann sicherstellen, dass der Werker das Werkzeug jederzeit sicher im Griff hat und nicht verkrampft. Übrigens: Manchmal gilt es, das Werkstück zu schützen. Atlas Copco Tools bietet auch dazu eine Reihe von Überzügen, so dass der Schrauber keine hässlichen Spuren hinterlässt.

 
 
Über Atlas Copco:
Der Industriekonzern Atlas Copco ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen in den Branchen Kompressoren- und Drucklufttechnik, Bau und Bergbau sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme weltweit führend. Mit seinen innovativen Produkten und Dienstleistungen bietet Atlas Copco Lösungen für nachhaltige Produktivität. Der 1873 gegründete Konzern hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden, und ist weltweit in über 180 Ländern vertreten. 2012 hatte Atlas Copco 39800 Mitarbeiter und setzte 10,5 Milliarden Euro um.  www.atlascopco.com

In Deutschland ist Atlas Copco seit 1952 vertreten. Derzeit agieren unter dem Dach der deutschen Holding 14 operative Gesellschaften mit 2360 Beschäftigten (2012). www.atlascopco.de

Atlas Copco Tools gehört zum Konzernbereich Industrietechnik. Die Geschäftsbereiche Allgemeine Industrie und Fahrzeugindustrie fertigen und vertreiben handgehaltene Elektro- und Druckluftwerkzeuge, Montagesysteme, pneumatische Antriebstechnik, Hebezeuge, Software und Zubehör für die Industrie. Mit seinem Geschäftsbereich Service bietet Atlas Copco Tools ein globales Projektmanagement für multinational tätige Kunden sowie umfassende Dienstleistungen an: von der klassischen Reparatur über umfassende Wartungsverträge für die gesamte Fertigungstechnik bis hin zu Kalibrierungen aller Messmittel.


Bild 1: Silberne Nüsse gehören hier nicht hin: An angetriebenen Werkzeugen dürfen nur solche Stecknüsse verwendet werden, die für die höheren Belastungen gegenüber denen an handbetätigten Werkzeugen ausgelegt sind. Faustregel: schwarzes Werkzeug – schwarze Nuss! (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 2: Vorbildliche Werkzeughaltung: An Winkelschraubern bleibt der Winkelkopf frei. Von rotierenden Teilen sollte man sich generell fernhalten. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 3: Schutzüberzüge sind in zahlreichen Variationen erhältlich. Sie verhindern, dass sich der Schrauber auf dem Werkstück verewigt und schützen hier die Hand, wenn diese (ausnahmsweise) auf dem Winkelkopf das Werkzeug halten soll. (Bild: Atlas Copco Tools)