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„Qualitätssicherung ist unser Geschäft!“

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„Qualitätssicherung ist unser Geschäft“, betonte Olaf Sommer, Geschäftsbereichsleiter Service der Atlas Copco Tools Central Europe GmbH, anlässlich eines Pressegesprächs auf der Fachmesse Control in Stuttgart. „Die Automobilindustrie in Deutschland ist hier traditionell Vorreiter, wie auch bei den eingesetzten Technologien, zum Beispiel den Montagewerkzeugen. Aber in der Allgemeinen Industrie sehen wir seit einiger Zeit einen drastisch steigenden Bedarf an qualitätssichernden Produkten und Maßnahmen.“ Atlas Copco habe hierfür die passenden Lösungen.

Dazu gehörten Messmittel und Werkzeuge für die Qualitätssicherung in der Montage, etwa der elektronische Drehmomentschlüssel ST-Wrench oder das Analysegerät ST-Analyser. „Das Portfolio haben wir vor wenigen Tagen durch die Übernahme des Solinger Saltus-Werks deutlich ausgeweitet“, sagte Sommer. Die im April angekündigte Akquisition ist nun vom Kartellamt bestätigt; das Unternehmen firmiert ab sofort unter Saltus Industrial Technique GmbH. Neuer Geschäftsführer ist Volker Wiens, bis vor zwei Jahren Geschäftsführer bei Atlas Copco Tools. Saltus bietet vor allem elektronische und mechanische Drehmomentschlüssel an. „Von den Saltus-Produkten versprechen wir uns einen leichteren Einstieg in den Markt“, meint Sommer.

Der Atlas-Copco-Manager machte darauf aufmerksam, dass sein Unternehmen für die Qualitätssicherung in der Montage nicht nur geeignete Messmittel anbiete, sondern als Dienstleis­tung auch die nötige Manpower bereitstellen könne, um die Messungen vor Ort bei Kunden durchzuführen. „Wir haben allein in unserem Konzernbereich, der Industriewerkzeuge herstellt und vertreibt, rund 1000 Ser­vice-Techniker“, erklärte Sommer. Damit sei Atlas Copco Tools in der Lage, seine global agierenden Kunden weltweit zu unterstützen.

Zum Angebot zählen Messungen und Kalibrierungen, Inbetriebnahmen, Prozess­analysen und -optimierungen inklusive „Lean-Production“-Beratung, Trainings und Seminare etwa zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, zur Sicherheit am Arbeitsplatz oder zu tiefer gehenden schraubtechnischen Themen und vieles mehr.

Workshops zur Audit-Unterstützung bei Montagethemen

Ein Beispiel sind die auf der Control erstmals vorgestellten Workshops zur Audit-Unterstützung bei Montagethemen. „Unternehmen müssen ihren Kunden gegenüber belegen, dass und wie sie die Qualität in der Montage sichern“, strich Markus Fischer heraus, Leiter Trainings und Seminare Zentraleuropa. „Damit haben viele aber ein Problem, weil ihnen zum Beispiel Nachweise für Kalibrierungen fehlen.“ Wie Anwender vorgehen müssen, erfahren sie in den Intensiv-Workshops von Atlas Copco Tools. „Wir bereiten auf ISO- oder Zertifizierungsaudits vor, beraten passgenau und können die Lücken zuverlässig schließen“, sagte Fischer. Damit können Produktionsbetriebe sicherstellen, dass sie im Bereich Montage ein Audit nach ISO 9001 oder TS 16949 sicher bestehen.

In den Workshops nimmt Atlas Copco Tools die Ist-Situationen der Fachbereiche des teilnehmenden Unternehmens auf, analysiert sie und erstellt einen Ergebnisbericht, der das Verbesserungspotenzial aufzeigt. „Wir präsentieren auch Ansätze zur weiteren Optimierung im Bereich der Schraubtechnik“, sagt Fischer. „Unsere Kunden können daraus Maßnahmen ableiten, um ihre Prozesse besser und sicherer zu machen.“ Außerdem unterstütze Atlas Copco die Betriebe bei allen Maßnahmen – von der Umorganisation von Arbeitsplätzen, der Auswahl der geeigneten Schraubtechnik und des richtigen Anzugsverfahrens, der Programmierung oder Inbetriebnahme bis hin zum Aufsetzen passender Qualitätsstrategien.

Qualitätssteuerung mit QS-Loop: Nur so viel Aufwand wie nötig

Ein Beispiel der umfassenden Herangehensweise von Atlas Copco Tools ist die Qualitätssicherungsstrategie QS-Loop, die Projektleiter Christian Böhm vorstellte. „QS-Loop steht für eine standardisierte Vorgehensweise bei der Planung von Montageprozessen“, erklärte Böhm. Als Basis für die Planung und Umsetzung diene die Klassifizierung des jeweiligen Schraubfalls nach nationalen und internationalen Richtlinien, zum Beispiel der VDI/VDE 2862. Diese unterscheide zwischen (A) sicherheitskritisch, (B) funktionskritisch und (C) unkritisch.

Was in der Automobilindustrie Standard sei, werde nun auch für die Allgemeine Industrie in Form gegossen. „Wichtig ist, dass man nur genau so viel Aufwand betreibt, wie die Schraubfallklasse es vorgibt“, erläutert Christian Böhm. Denn jeder Betrieb wolle seine Produktqualität verbessern und die Produktivität steigern, dabei aber die Qualitätskosten senken. „Je kritischer der Schraubfall, umso mehr muss das Werkzeug können und umso häufiger muss ich prüfen“, fasst er zusammen. „Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Ich muss nicht immer maximalen Aufwand betreiben!“ Abhängig von den Anforderungen der Schraubfallklasse schlägt QS-Loop – herstellerübergreifend – ein geeignetes Produktionswerkzeug vor und legt die passende Schraubstrategie, die jeweils erforderliche Prüfstrategie sowie die Prüfrhythmen und Messmittel fest.

Atlas Copco kalibriert alle Messmittel für die Industrie

„Prüfen und Messen“ waren die Stichworte für Michael Skibinski, den Leiter der Atlas-Copco-Kalibrierlabore in Zentraleuropa. „Wir haben inzwischen weltweit 16 akkreditierte Labore, darunter drei in Deutschland, und können wirklich alle Messmittel kalibrieren!“ Zwar liege ein Schwerpunkt auf Messgrößen, die die Schraubtechnik betreffen, wie Drehmoment und Drehwinkel. Doch seit der Übernahme des Kalibrierdiens­tes Stenger vor anderthalb Jahren habe sich Atlas Copco zum „One-Stop“-Anbieter für alle Messmittel gemausert. Dazu gehören Temperatur, Feuchte/Klima oder Druck sowie alle elektrischen Messgrößen, wie Spannung, Stromstärke oder Leistung, immer für Gleich- und Wechselstrom. „Für die Kalibrierung aller Messgrößen verwenden wir ausschließlich DAkkS-kalibrierte Normale und Messeinrichtungen“, betonte Skibinski.

Neue Analysegeräte vereinfachen Qualitätssicherung an der Linie

Produktmanager Dirk Biebricher stellte schließlich noch die Neuheiten unter den Atlas-Copco-Produkten vor. Dazu zählt vor allem die neue Generation des Analysegeräts ST-Analyser. Es ist modular aufgebaut und mit unterschiedlich vielen Funktionen erhältlich. „Anwender können damit Schraubwerkzeuge nach der Wartung schon in der Werkzeugausgabe auf ihre Drehmoment-Einstellungen hin testen oder in der Produktion Stichproben an montierten Bauteilen nehmen“, erklärte Biebricher. Mit dem Gerät ließen sich bis zu 1000 Werkzeuge mit jeweils maximal fünf Parametersätzen sowie diversen zugehörigen Messwertgebern verwalten und rechtzeitig prüfen.

In der einfachsten Ausführung überprüfen die handlichen Analysegeräte zum Beispiel die Drehmomente, die mit einem Drehmomentschlüssel, einem Elektrowerkzeug oder einem Impulsschrauber aufgebracht werden. „Dazu muss man nur einen passenden Messwertgeber anschließen“, sagt Biebricher. „Die Ergebnisse lassen sich als Tabelle exportieren.“ Atlas Copco hat für die Kombination mit dem ST-Analyser zahlreiche statische oder rotierende Messwertgeber im Programm.


Bild 1: Olaf Sommer, Geschäftsbereichsleiter Service. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 2: Markus Fischer, Leiter Trainings und Seminare. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 3: Michael Skibinski, Leiter Kalibrierlabore, im Labor in Dingolfing. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 4: Atlas Copco kalibriert auch Messmittel für Temperatur, Feuchte/Klima und elektrische Messgrößen. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 5: Dirk Biebricher, Produktmanager für Werkzeuge und Messmittel zur Qualitätssicherung in der Montage. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 6: ST-Analyser mit Messwertgeber. (Bild: Atlas Copco Tools)


Bild 7: Christian Böhm, Projektleiter QS-Loop. (Bild: Atlas Copco Tools)