Anwenderbericht Wesermetall Bleirecycling

Blei-Recycling mit volumenstromgeregelter Druckluftstation - Niederdruck-Turbos sparen jährlich 600.000 Euro

„Mit unserer neuen Druckluftstation sparen wir pro Jahr 500.000 bis 600.000 Euro an Energiekosten“, sagt Timo Tesch, der als Leiter Konstruktion/Verfahrenstechnik/Nebenbetriebe bei der Weser-Metall GmbH in Nordenham für den Neubau der Druckluftversorgung zuständig war. Weser-Metall recycelt Blei vor allem aus Akkumulatorenschrott und Batteriepaste. Dazu wird Druckluft als Prozess- und Nachverbrennungsluft benötigt. Die Prozessluft wird zusammen mit Erdgas und Sauerstoff durch eine in die Schmelze eingetauchte Lanze geblasen und hält den metallurgischen Prozess im Badschmelzofen in Gang. Parallel wird sogenannte Nachverbrennungsluft in den Ofenraum über dem Schmelzbad eingeleitet, um sicherzustellen, dass keine reaktiven Komponenten ins Abgas gelangen. 


Clou der neuen Druckluftstation ist ihre Betriebsweise. Denn anstatt druckgeregelt, wie normalerweise üblich, funktioniert sie volumenstromgeregelt. Als die Nordenhamer Bleihütte Mitte der 90er auf das erdgasbefeuerte Badschmelzofenverfahren umstieg, wurde zunächst ein zweistufiger Turboverdichter installiert. Im Laufe der Zeit, so Tesch, habe sich jedoch gezeigt, dass er mit seiner Regelungsweise via Abblaseventil eine „echte Energievernichtungsmaschine“ sei. Man suchte nach effizienteren Alternativen und fand die beste schließlich in den zu diesem Zeitpunkt nagelneuen, drehzahlgeregelten ZB-Turbokompressoren von Atlas Copco. Das Problem: Es gab noch keinerlei Referenzen für derartige Anwendungen. Zwar waren damals bereits ZB-Turbos beispielsweise in Klärwerken im Einsatz, doch immer nur druck- und nicht volumenstromgeregelt.


Die Story zum Download

  • Aus_der_Praxis_Wesermetall 258.3 kB, PDF

Deutschland Kompressortechnik ZB Produkte Lösungen zur Energierückgewinnung Druckluftkompressoren Gebläse Anwenderbericht