Phytec Messetechnik Elektronikindustrie

Stickstoff verbessert Ergebnis beim bleifreien Wellenlöten von Mikroelektronik

Die Mainzer Phytec Messtechnik GmbH entwickelt und fertigt kundenspezifi sche „Rechnerkerne“: komplett bestückte Leiterplatten mit Betriebssystem und auf Wunsch individuellen Programmen. Die Mikrocontroller- Module werden zum Beispiel in Fitnessgeräten oder Boardcomputern von Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt. Das Unternehmen optimiert seine Standard-Module für den Einsatz in industriellen Serienprodukten für jeden Kunden spezifisch. Phytec bestückt und lötet je nach Auftrag alle notwendigen Bauteile – Dioden, ICs („Integrated Circuits“ – integrierte Schaltkreise), Widerstände, Netzwerke oder Steckerleisten – auf die Platinen.


Dies geschieht heute fast ausschließlich mit Hilfe von Bestückungsautomaten und speziellen Lötanlagen. In einem bestimmten Fertigungsschritt werden die mechanisch stärker belasteten Bauteile, zum Beispiel Steckerleisten, nach dem manuellen Einstecken in entsprechende Löcher der Leiterplatte mittels „Wellenlöten“ elektronisch mit den Schaltkreisen verbunden. Diesen Produktionsschritt übernehmen zwei Selektivlötanlagen, die von einem NGP-Stickstoffgenerator von Atlas Copco mit 99,999 % reinem Stickstoff versorgt werden.


Der Stickstoff fungiert im Löttiegel als Schutzgas und schafft damit dien Voraussetzungen für zuverlässige, präzise und saubere Lötstellen: Er verdrängt den Sauerstoff in der unmittelbaren Umgebung der Lötstelle und verhindert, dass Zinnkrätze entsteht. Denn sobald Sauerstoff im Spiel ist, setzen sich Zinn-Blei-Oxide nicht nur in der Anlage ab, sondern mitunter verbleiben auch Reste auf den Bauteilen oder der Leiterplatte selbst. Außerdem mindert der Stickstoff die Oberfl ächenspannung, so dass das Zinn besser fließt und sich optimal geformte Lötstellen ergeben.


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