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Kompressorstationen: Was beim Neubau zu beachten ist

Whitepaper „Kompressorstationen richtig planen“ von Atlas Copco

Wer eine Druckluftstation für einen neuen Produktionsstandort effizient, kostengünstig und nachhaltig planen möchte, sollte zunächst alle wichtigen Informationen zu den Rahmenbedingungen zusammentragen. Welche das sind und was Planer darüber wissen müssen, wird in einem Whitepaper von Atlas Copco ausführlich erklärt.

Essen, Oktober 2019. Bei der Auslegung einer Kompressorstation müssen zahlreiche Parameter berücksichtigt werden, um den Anforderungen des Betreibers und der jeweiligen Anwendung gerecht zu werden sowie möglichst niedrige Betriebskosten zu erzielen. So sollte die Station etwa für zukünftige Erweiterungen gewappnet sein. Und es gilt zu beachten, dass die Kompressoren selbst samt Planung und Installation nur einen geringen Teil der Gesamtkosten im Lebenszyklus ausmachen. Die späteren Betriebskosten, insbesondere die Energiekosten, verschlingen den Löwenanteil. Wartungsfreundliche und effiziente Technik – von den Kompressoren über das Rohrleitungssystem bis hin zu den Drucklufttrocknern und Filtern – hilft, diese Kosten gering zu halten.

Druckluftbedarf ist die entscheidende Variable für die Planung

Bevor allerdings die Maschinen für die Kompressorstation in Abhängigkeit von Effizienz und Druckluftqualität festgelegt werden können, muss der erwartete Druckluftbedarf bekannt sein, eventuell mit gewünschter Reserveluftmenge und etwaigem Bedarf zukünftiger Produktionsausweitungen. Auch ist der erforderliche Betriebsüberdruck festzulegen, da er die Bauart der Kompressoren und damit ihre Größe sowie den künftigen Energiebedarf der Druckluftanlage entscheidend beeinflusst. 

Manchmal sind mehrere Druckluftnetze wirtschaftlicher als ein einziges

Zuweilen ist es wirtschaftlicher, mehrere Druckluftnetze vorzusehen, mit verschiedenen Kompressoren für unterschiedliche Druckniveaus. Das mag mehr Stellfläche beanspruchen, amortisiert sich aber recht schnell. In dem Whitepaper „Kompressorstationen richtig planen“ von Atlas Copco finden sich auch Beispiele von Unternehmen, die mit zwei Druckluftnetzen arbeiten – jeweils einem Niederdrucknetz und einem „normalen“ Arbeitsluftnetz. So befördert etwa der Baustoffe-Hersteller Schomburg in Detmold mit 2-bar-Luft aus dem Niederdrucknetz Grundstoffe aus Lkw in Silos; das Arbeitsluftnetz wird mit 7 bar betrieben. Die Erfahrungen mit den Niederdruckkompressoren von Atlas Copco beschreibt der Hersteller in diesem Video:

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Ist der Gesamtbedarf der einzelnen Verbraucher berechnet, muss eventuell die Einschaltdauer in Form eines Gleichzeitigkeitsfaktors berücksichtigt werden. Denn es laufen nie alle Maschinen gleichzeitig und ununterbrochen. Wurde dann noch eine Reserve für Verschleiß, Leckagen und zukünftige Erweiterungen eingeplant, kann man von dieser Druckluftbedarfs-Summe auf die Größe beziehungsweise Leistungsklasse des benötigten Kompressors oder der zu kombinierenden Kompressoren schließen.

Kompressorstation so kompakt wie möglich und zukunftsfähig planen

Die Aufstellfläche ist in Zentraleuropa teurer als in vielen anderen Regionen der Welt. Daher gilt es, die Station möglichst kompakt, aber ausreichend zukunftsfähig zu dimensionieren. Die Grundmaße von in der Leistung vergleichbaren Kompressoren unterscheiden sich durchaus von Hersteller zu Hersteller. Ein Vergleich lohnt sich also – mehr noch übrigens ein Vergleich des spezifischen Energiebedarfs (in Kilowattstunden pro Liter oder Kubikmeter erzeugter Druckluft). Atlas Copco gibt etwa für seine jüngste Generation der GA-Kompressoren an, dass ihre Aufstellfläche durch eine kompakte Anordnung der Komponenten nur noch derjenigen eines Kühlschranks entspricht – oder zumindest in dieser Größenordnung beginnt.

Vorteile einer zentralen Anordnung

Wenn genügend Platz vorhanden ist, sollte für die Aufstellung von Kompressoren grundsätzlich ein eigener Raum vorgesehen und die Station ebenerdig geplant werden; je nach Größe und Gewicht der Kompressoren ist ein entsprechendes Fundament erforderlich. Erfahrungsgemäß ist eine zentrale Anordnung der Kompressoren sinnvoller, als die Maschinen im Werk verteilt aufzustellen. Ein separater, möglichst zentral angeordneter Maschinenraum hat viele Vorteile, zum Beispiel:

  • Einfachere Überwachung 
  • Besseres Design 
  • Höhere Nutzer- und Servicefreundlichkeit 
  • Bessere Zugangskontrolle 
  • Besserer Schallschutz 
  • Einfachere Belüftung. 

Ein Beispiel für eine eher unkonventionelle Art der Aufstellung ist die Brauerei PülsBräu in Weismain, die die Abwärme der Kompressoren zum Trocknen der Etiketten auf den frisch abgefüllten Flaschen im Lager nutzt. Sehen Sie hier, was BrauereiChef Hans Püls an den Atlas-Copco-Kompressoren gefällt:

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Einfluss der Umgebungsbedingungen

Umgebungsbedingungen beeinflussen ebenfalls die Planung einer Kompressorstation. Sind extreme Temperaturen, Feuchtigkeit oder Staubbelastung zu erwarten? Wie werden mit der richtigen Be- und Entlüftung des Kompressorraums Störungen verhindert? Weitere Themen, die bei der Planung besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, sind die Aufstellung und Anordnung der Maschinen, das Leitungsnetz sowie die erforderlichen Druckluftqualitätsklassen. Und was ist bei der Aufbereitung der Druckluft zu beachten? Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen rund um die Planung einer Kompressorstation finden Anwender im Whitepaper „Kompressorstationen richtig planen – Die wichtigsten Tipps für die Planung einer Druckluftstation in produzierenden Betrieben oder in der Prozessindustrie“. Das Whitepaper ist bei Atlas Copco kostenlos erhältlich unter folgendem Link:

Druckluftstation planen Kostenloses Whitepaper zum Download

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