Wie eine Überholung 280 Stunden Ausfallzeiten verhinderte

Alle drei Jahre muss der ZH-Kompressor im Solvay-Werk zur Wasserstoffperoxid-Herstellung in Póvoa de Santa Iria in Portugal heruntergefahren werden. Während der ZH-Kompressor ausgeschaltet ist, steht auch die Produktion still. Als das Unternehmen erfuhr, dass eine Überholung notwendig ist, die einen Stillstand von drei Wochen bedeutete, entwickelten Techniker von Atlas Copco und Solvay einen Plan, um das Wartungsprojekt innerhalb von nur neun Tagen intensivster Arbeit abzuschließen.

Chemie und Petrochemie Kundendienstpläne Ölfreie Kompressoren Klasse 0

Überholung des ZH-Kompressors in 9 Tagen anstatt von 3 Wochen

Im Rahmen des präventiven Wartungsvertrags muss der 10 Jahre alte ZH-Kompressor in der Solvay-Fabrik alle 24000 Stunden (alle 3 Jahre) grundlegend überholt werden.


Der Kompressor ermöglicht Energieeinsparungen und garantiert Zuverlässigkeit und muss deshalb regelmäßigen präventiven Wartungen unterzogen werden. Währenddessen müssen die Rotoren des Kompressors ausbalanciert werden. Unter normalen Umständen sind dafür drei Wochen nötig. Da der ZH-Kompressor eine fundamentale Aufgabe im Produktionsprozess einnimmt, konnte sich das Unternehmen diese lange Ausfallzeit nicht leisten.

“Dank der Flexibilität von und Zusammenarbeit mit Atlas Copco und deren Verständnis darüber, welchen Einfluss ein ausgeschalteter Kompressor für uns hat, konnten wir zusammen einen Arbeitsplan aufstellen, durch den wir in der Lage waren, die Überholung des Kompressors in Rekordzeit durchzuführen.”

Ramiro Dionísio, Projektleiter bei Solvay

Kein Spielraum für Fehler

Damit die Überholung innerhalb von 9 Tagen abgeschlossen werden konnte, gab es keinen Spielraum für Fehler. Am ersten Arbeitstag wartete kurz nach Entfernen der Rotoren bereits ein Spediteur am Werkstor, um diese zum Ausbalancieren nach Deutschland zu transportieren.

„In Portugal führt niemand diese Arbeit des Ausbalancierens durch, daher mussten die Teile direkt zum Hersteller transportiert werden“, sagte Ramiro Dionísio.

24 Stunden später kamen die Rotoren in Deutschland an, innerhalb von 3 Tagen wurde die Arbeit abgeschlossen und die Rotoren wurden zurück zum Solvay-Werk transportiert.

Ein Team von zwei Atlas Copco-Technikern und zwei Solvay-Mitarbeitern baute daraufhin die Ausrüstung wieder zusammen.

Die gesamte Überholung wurde innerhalb von neun Tagen abgeschlossen. Am zehnten Tag wurden Überprüfungen der Maschine durchgeführt, als sie wieder am Produktionsprozess beteiligt war. Dionísio sagt:„Wir hoffen, dass wir nun weitere 80000 Stunden damit arbeiten können.“