2. Dezember 2025
Baustellenbeleuchtung im Wandel: die Zukunft ist hybrid
Hybride Lichtmasten für mobile Baustellen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie stehen für Effizienz und Sicherheit. Nachts zu arbeiten bedeutet, große Flächen zuverlässig zu beleuchten – oft dort, wo kein Netzanschluss vorhanden ist. Herkömmliche Diesel-Lichtmasten leisten das zwar, bringen aber auch Nachteile: hoher Kraftstoffverbrauch, CO₂-Emissionen, Lärmbelastung und Wartungskosten.
Mit immer strengeren Umweltvorschriften und steigenden Energiepreisen wächst der Bedarf an energieeffizienten Lösungen. Hier setzen Lichtmasten mit Hybrid-technologie an. Sie kombinieren die Vorteile klassischer Dieselgeneratoren mit moderner Akkutechnologie und bieten damit eine besonders nachhaltige Form der Baustellenbeleuchtung – leise, emissionsarm und flexibel einsetzbar.
Was ist ein Hybrid-Lichtmast und wie funktioniert er?
Ein Hybrid-Lichtmast vereint zwei Energiequellen:
einen Dieselgenerator für lange Laufzeiten,
einen Lithium-Ionen-Akku für den emissionsfreien Betrieb.
Der HiLight BI+ 4 nutzt den Akku als Hauptenergiequelle und startet den Dieselgenerator nur, wenn der Ladezustand sinkt. Die intelligente Steuerung schaltet automatisch zwischen Akku- und Hybridmodus um. So läuft der Mast über viele Stunden völlig geräuschlos, und der Dieselverbrauch reduziert sich um bis zu 40 %.
Aufbau und Komponenten
Vier LED-Strahler mit insgesamt 350 000 Lumen Lichtleistung
Teleskopmast (bis 8 Meter Höhe, manuell oder hydraulisch ausfahrbar)
Lithium-Ionen-Batteriepaket für bis zu 20 Stunden Dauerbetrieb
Kompakter Dieselgenerator mit Start-/Stop-Automatik
Steuerungseinheit mit Energiemanagement und Zeitschaltfunktion
Diese Kombination sorgt für maximale Autonomie und Energieeffizienz – ideal für Baustellen, Events oder temporäre Einsätze.
Technische Daten & Leistungsmerkmale des HiLight BI+ 4
| Eigenschaft | Wert / Beschreibung |
| Beleuchtete Fläche | bis 5.000 m² |
| Lichtleistung | 350.000 Lumen |
| Betriebsdauer (Akku) | bis zu 20 Stunden |
| Betriebsdauer (Hybrid/Diesel) | bis 614 Stunden |
| Emissionsreduktion | Bis zu 70% |
| Geräuschpegel | < 60 dB(A) im Akkumodus |
| Leuchtmittel | 4 × LED 350 W |
| Treibstofftank | 120 Liter |
| Energiequelle | Dieselgenerator + Li-Ion-Batterie |
| Masttyp | Vertikal, 8 m |
| Transport | Anhänger oder Staplertaschen |
| Einsatztemperatur | –20 °C bis +50 °C |
Dank der robusten Bauweise und IP65-zertifizierten Leuchtkörper bleibt die Beleuchtung auch bei Wind, Regen und Staub zuverlässig.
Die Kombination aus LED-Technik und intelligentem Energiemanagement senkt die Gesamtbetriebskosten drastisch – ein echter Vorteil für Bauunternehmen und Vermieter.
Vorteile im täglichen Einsatz
1. Energieeffizien und Kostenersparnis
Der Hybridantrieb ermöglicht bis zu 40 % weniger Kraftstoffverbrauch gegenüber konventionellen Diesel-Lichtmasten. Das bedeutet niedrigere Betriebskosten, längere Wartungsintervalle und geringere CO₂-Emissionen.
Ein Praxisbeispiel:
Bei einem typischen Einsatz von 10 Lichtmasten über 200 Nächte ergibt sich eine Ersparnis von rund 3 000 Litern Diesel – das entspricht etwa 8 Tonnen CO₂.
2. Flüsterleiser Betrieb
Mit < 60 dB(A) im Akkumodus ist der HiLight BI+ 4 ideal für lärmsensible Zonen – etwa in Wohngebieten, an Krankenhäusern oder bei nächtlichen Infrastrukturarbeiten.
3. Schnelle Installation & hohe Mobilität
Der Mast ist innerhalb von wenigen Minuten einsatzbereit. Dank seiner kompakten Bauweise lassen sich mehrere Einheiten einfach transportieren.
Die LED-Module bieten sofortige Lichtleistung – kein Aufwärmen nötig.
4. Sicherheit & Bedienkomfort
Die Steuerung regelt Ladezyklen, Lichtzeiten und Betriebsarten automatisch. Das reduziert Bedienfehler und schützt Batterie wie Generator.
5. Wartungsarm und langlebig
LED-Leuchtkörper haben eine Lebensdauer von über 50 000 Stunden, die Batterie übersteht bis zu 1 500 Zyklen. Damit ist der Lichtmast eine nachhaltige Investition.
Einsatzbereiche für Hybrid-Lichtmasten
Baustellenbeleuchtung bei Straßen-, Tunnel- oder Hochbauprojekten
Industrie- und Wartungseinsätze (z. B. Raffinerien, Flughäfen)
Events und Festivals – leiser Betrieb, kein Dieselgeruch
Katastrophenschutz & Notfallbeleuchtung
Temporäre Beleuchtung bei Logistik- und Infrastrukturprojekten
Nachhaltigkeit & Zukunft der Baustellenbeleuchtung
Hybrid-Lösungen wie der HiLight BI+ 4 sind ein zentraler Baustein auf dem Weg zur CO₂-neutralen Baustelle. Sie erfüllen Anforderungen von ESG-Strategien, reduzieren Abgase und leisten einen Beitrag zu grüner Energieversorgung.
Zukünftig werden Hybrid-Lichtmasten noch smarter:
Integration von Solarzellen und regenerativer Energieeinspeisung
Vernetzung über IoT-Plattformen (Echtzeit-Monitoring von Leistung, Akkustand, Betriebszeiten)
Automatische Flottensteuerung über Cloud-Systeme
Optimierte Lichtsteuerung per Bewegungssensor oder App
Atlas Copco treibt diese Entwicklungen konsequent voran – mit dem Ziel, jede Baustelle leiser, sauberer und effizienter zu machen.
Laden Sie die Broschüre herunter
- Broschüre - HiLight Lichtmasten 3.2 MB, PDF
Vergleich: Diesel- vs. Hybrid-Lichtmast
| Modell | Betriebsstunden (pro Jahr) | Verbrauch | CO₂-Ausstoß |
| Klassicher Diesel-Mast | 500 h | ca. 500 l |
1.325 kg CO₂
|
| HiLight BI+ 4 (Hybrid) | 500 h (80 % Akkubetrieb) | ca. 100 l | 265 kg CO₂ |
| Kriterium | Diesel-Lichtmast | Hybrid-Lichtmast HiLight BI+ 4 |
| Betriebsmodus | nur Diesel | Diesel + Akku |
| Co₂-Emissionen | hoch | bis -40 % |
| Lärmpegel | > 80 dB(A) | < 60 dB(A) |
| Kraftstoffkosten | hoch | reduziert |
| Wartungsintervalle | kurz | verlängert |
| Einsatzflexibilität | mittel | hoch |
| Investition | niedriger | leicht höher, aber ROI < 2 Jahre |
Diese Zahlen verdeutlichen: Der Hybrid-Lichtmast ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlich attraktiver.
Worauf sollte man bei der Auswahl eines Lichtmasts achten?
Neben der Technologie spielen bei der Auswahl eines passenden Lichtmasts auch praktische Faktoren eine zentrale Rolle:
- Transport & Mobilität: Wie einfach lässt sich der Lichtmast an neue Einsatzorte versetzen? Modelle mit kompaktem Fahrgestell oder Gabelstaplertaschen bieten hier Vorteile.
- Aufbauzeit & Bedienung: Zeit ist Geld – intuitive Steuerung, schnelle Inbetriebnahme und automatische Funktionen wie Zeitschaltuhr oder Dämmerungssensoren sparen Aufwand.
- Wartung & Servicefreundlichkeit: Weniger bewegliche Teile, robuste Komponenten und digital gesteuerte Betriebsmodi reduzieren Wartungsbedarf und Ausfallzeiten.
- Sicherheitsmerkmale: Integrierte Stützfüße, Not-Aus-Funktionen und eine hohe Standsicherheit sind auf jeder Baustelle Pflicht. Energieeffizienz: Moderne LED-Technik, Hybrid- oder Akkubetrieb senken die Betriebskosten deutlich – und erfüllen gleichzeitig Umweltauflagen.
Fazit: Zukunftssichere Beleuchtung mit Atlas Copco
Der Hybrid-Lichtmast HiLight BI+ 4 zeigt, wie sich Technologie, Effizienz und Nachhaltigkeit optimal verbinden lassen.
Mit bis zu 614 Stunden Betriebsdauer, geringem Kraftstoffverbrauch und leisem Betrieb ist er die ideale Lösung für moderne Baustellen, Events oder Notfallbeleuchtung.
Wie stabil/hoch darf ein Lichtmast sein?
Mobile Lichtmasten erreichen je nach Modell typischerweise 5 bis 9 Meter Höhe. Entscheidend ist dabei die Standsicherheit: Je höher der Mast ist, desto wichtiger ist es, dass er richtig abgestützt wird, genügend Gegengewichte (Ballast) hat und die Windkräfte mit eingeplant sind. In vielen Fällen müssen Masten Windgeschwindigkeiten von bis zu 80–100 km/h standhalten.
Wichtige Richtlinien wie die ASR A3.4 und die DGUV 203-032 regeln zusätzlich Mindestbeleuchtung, Sicherheit und Einsatzbedingungen auf Baustellen.
Welche Lux-Werte und Lichtleistung braucht eine Baustelle?
Je nach Tätigkeit gelten unterschiedliche Mindestanforderungen: 20 Lux für Verkehrswege, 50 Lux für allgemeine Arbeiten im Freien und bis zu 200 Lux für präzise Tätigkeiten wie Elektro- oder Innenausbau.
Moderne LED-Lichtmasten liefern hohe Lichtleistung und ermöglichen eine gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung großer Flächen. Wichtig: Die Beleuchtungsstärke sollte regelmäßig mit einem Luxmeter (heute schon in Ansätzen über Apps verfügbar) überprüft werden – vor allem bei Nacht oder wechselnden Bedingungen.
Welche Typen von Lichtmasten gibt es?
Lichtmasten gibt es in verschiedenen Ausführungen – je nach Einsatzort und Anforderungen. Mobile Lichtmasten auf Fahrgestellen sind flexibel und ideal für wechselnde Baustellen. Stationäre Modelle ohne Fahrwerk eignen sich für längere Einsätze. Immer gefragter sind Hybrid- und Akku-Lichtmasten, da sie leise, emissionsarm und besonders nachhaltig sind. Solarbetriebene Varianten ermöglichen einen komplett netzunabhängigen Einsatz. Unterschiede gibt es auch bei der Masthöhe und dem Hubsystem – manuell, hydraulisch oder pneumatisch verstellbar.
Welche Vorschriften gelten für Baustellenbeleuchtung?
Die Beleuchtung von Baustellen unterliegt in Deutschland klaren Vorgaben – allen voran der ASR A3.4 (Technische Regel für Arbeitsstätten – Beleuchtung). Sie legt fest, welche Mindestbeleuchtungsstärken (in Lux) für verschiedene Tätigkeiten erforderlich sind – z. B. 20 Lux für Verkehrswege oder 200 Lux für präzise Arbeiten.
Zusätzlich greifen die DGUV-Vorschriften (z. B. DGUV 203-032), die sich mit dem sicheren Einsatz von mobilen Lichtquellen und Stromversorgung beschäftigen. Auch Blendfreiheit, Schutzart (IP) und die Vermeidung von Unfallgefahren spielen eine wichtige Rolle.
Lernen Sie auch unsere LED-Lichtmasten, elektrische Lichtmasten und Solar-Lichtmasten kennen!
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