26 Schülerinnen beim Girls‘ Day von Atlas Copco in Essen

„So viel Kraft steckt in einer Schraube?!“

Am 27. April 2017 beteiligten sich 26 Schülerinnen aus Essen und den umliegenden Städten am Girls‘ Day von Atlas Copco. Sie verschafften sich detaillierte Einblicke in das vielseitige Berufsfeld des Mechatronikers.


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Am 27. April 2017 beteiligten sich 26 Schülerinnen aus Essen und den umliegenden Städten am Girls' Day von Atlas Copco. Sie verschafften sich detaillierte Einblicke in das vielseitige Berufsfeld des Mechatronikers. (Bild: Atlas Copco Holding)

ESSEN, MAI 2017. „In der Schule oder im Elternhaus wurde uns schon vieles aus der Arbeitswelt erzählt, aber so vielseitig hätten wir uns die Arbeit in einem technischen Beruf nicht vorgestellt“, war der Tenor bei den 26 Schülerinnen, die Ende April den Girls‘ Day bei Atlas Copco in Essen besuchten. Die Mädchen der Klassen 6 bis 9 aus dem Ruhrgebiet nahmen, mit Sicherheitsschuhen und Arbeitskleidung ausgestattet, an einem ausführlichen Rundgang teil. An einigen Stationen, die wie in den Vorjahren von Atlas-Copco-Auszubildenden vorbereitet worden waren, durften sie selbst Hand anlegen.


Computergesteuerte Montage eines Lkw-Motors


Die Mädchen staunen nicht schlecht, als sie – unter fachkundiger Anleitung – eigenständig Mechatronik-Aufgaben bewältigen sollen. Ein Raunen geht durch die Reihen der Teilnehmerinnen: Es steht die Montage eines 9,5-Liter-Lkw-Motors an. Ein computergesteuertes Schraubsystem leitet die Schülerinnen per Bildschirm und mit optischen Signalen durch den Montagezyklus. Als das Werkzeug auf eine falsche Schraube aufgesetzt wird, hört die Anlage sofort mit dem Verschrauben auf. „Das Schraubsystem erkennt Montagefehler sofort und sichert dadurch die Fertigungsqualität zuverlässig ab“, erläutert die Auszubildende Eva Heemann den interessierten Besucherinnen. Als diese hören, dass mit Atlas-Copco-Schraubanlagen sogar Windkraftanlagen oder Flugzeugtriebwerke montiert werden, wird ihr Respekt vor den Geräten noch größer: Bis zu 70.000 Newtonmeter Drehmoment sind möglich. „Das ist so, als würde man das Gewicht von sieben Autos auf einen Schraubenschlüssel geben“, setzt die 15-jährige Kristina folgerichtig um. Nicht ganz so viel Kraft ist beim Verdrahten eines Schaltkreises in der Kompressorenwerkstatt von Atlas Copco gefragt. Dafür umso mehr Teamgeist. Aufgeteilt in Gruppen, verlegen die Teenager Kabel, prüfen die Spannung und bringen mit vereinten Kräften Lampen zum Leuchten. Und der Erfolg bringt neben den Glühbirnen auch die Gesichter der Mädchen zum Strahlen.

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Ein computergesteuertes Schraubsystem leitet die Schülerinnen per Bildschirm und optische Signale durch die Montageschritte an einem 9,5-Liter-Lkw-Motor. Das Schraubsystem erkennt Montagefehler sofort und sichert dadurch die Fertigungsqualität zuverlässig ab. (Bild: Atlas Copco Holding)

Alte Rollenbilder haben ausgedient


In einem weiteren Praxisversuch müssen die Schülerinnen das richtige Drehmoment für eine Schraubverbindung erzielen. Als jüngste Teilnehmerin trifft Laura Pottgießer aus der Klasse 6 c der Mülheimer Luisenschule das Drehmoment fast auf ein Zehntelnewtonmeter genau und ist mächtig stolz: „Ich finde es klasse, dass wir hier alles ausprobieren dürfen und dass alle unsere Fragen so gut beantwortet werden.“ Über dieses Lob freuen sich die jungen Organisatoren in der Langemarckstraße sehr und haben überhaupt nichts dagegen, dass ihnen die Mädchen ein Loch in den Bauch fragen: „Die Möglichkeit, bei Atlas Copco in klassische Technikberufe hineinzuschnuppern, geben wir gern“, sagt Eva Heemann. „Denn in unserem Konzern mit weltweit über 45000 Menschen brauchen wir auch in Zukunft qualifizierten Nachwuchs. Und da die Zeiten alter Rollenbilder für uns Geschichte sind, interessieren wir die Mädchen auch über die Girls‘ Days für uns!“

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Im Praxisversuch sollen die Schülerinnen das richtige Drehmoment für eine Schraubverbindung erzielen. (Bild: Atlas Copco Holding)

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