Trendwende in den Anden – deutliche Steigerung der Anlagenverfügbarkeit

28. Juni 2016

Als die chilenische Kupfermine El Sauce eine Untersuchung der Gründe für die sinkende Produktivität startete, wurde die geringe Verfügbarkeit der Bohrtechnik als entscheidender Faktor identifiziert. Was als Nächstes kam, wurde in der Branche zum ersten Mal durchgeführt.

Die Mine El Sauce in Chile – im Besitz der Bergbaugruppe Las Cenizas – ist wohl die erste Firma in der Bergbauindustrie, die ihre gesamte Flotte von Gesteinsbohrhämmern als Maßnahme für eine profitablere Zukunft erneuerte. El Sauce liegt etwa 170 km nördlich der Hauptstadt Santiago. Die Mine leidet seit einiger Zeit unter rückläufiger Produktivität, und Mitte 2014 wurde eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache dafür zu identifizieren. Nach mehreren Monaten verkündeten die Ermittler, sie hätten die Quelle des Problems gefunden; übermäßige Ausfallzeiten der Bohrgeräte in der Produktion aufgrund unzureichender Wartung und Instandhaltung der Gesteinsbohrhämmer. Als Ergebnis wurde ein Plan zur Optimierung der Verfügbarkeit der Gesteinsbohrhämmer mit der Unterstützung der Experten von Atlas Copco erstellt – eine Zusammenarbeit, die in der Folge dazu führte, dass aller Gesteinsbohrhämmer und Schläuche erneuert wurden.

“In der Vergangenheit benötigte eine Crew von qualifizierten Bohrer zum Bohren von 48 Löchern vier Minuten. Heute, mit den neuen Gesteinsbohrhämmern schafft die gleiche Mannschaft die gleiche Anzahl von Bohrungen in zweieinhalb Minuten. Das ist fantastisch.”

Raul Fara Engber, Leiter der Instandhaltung bei El Sauce

Austauschprogramm

Turnaround in the andes â   significant increase in equipment availability

Atlas Copco kaufte das gesamte Sortiment an bestehenden Gesteinsbohrhämmern (insgesamt 27) auf und ersetzte sie durch 12 neue. Diese bestanden aus vier COP 1435 und acht COP 1838HD+-Modellen. Zusätzlich bot Atlas Copco technische Hilfe bei der Montage der neuen Bohrer in der Untertagewerkstätten und bei der Optimierung ihrer Leistung an den verschiedenen Bohrplätzen.


Neben diesem Austauschprogramm stellte das Team fest, dass die leistungsschwachen Gesteinsbohrhämmer auch durch die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Hydraulikschläuche der Flotte betroffenen waren, die zu oft geändert wurden, was zusätzlich die Kosten für die Wartung in die Höhe trieb. Als ein Ergebnis wurden ebenfalls alle Schläuche aktualisiert. Diese Maßnahmen erwiesen sich als Katalysator für eine dramatische Verbesserung. Vor 2014 lag die Verfügbarkeit für die Bohrausrüstung bei 60 %. Heute sind es 90 %.


Raul Fara Engber, Leiter der Instandhaltung bei El Sauce, sagt, die Vorteile sind im Hinblick auf die Produktivität einfach zu sehen.
„In der Vergangenheit benötigte eine Crew von qualifizierten Bohrer zum Bohren von 48 Löchern vier Minuten,“ führt er aus. „Heute, mit den neuen Gesteinsbohrhämmern schafft die gleiche Mannschaft die gleiche Anzahl von Bohrungen in zweieinhalb Minuten. Das ist fantastisch.“


Der Austausch des Gesteinsbohrhammerlagers ergab auch einen überraschenden Bonus. Die Tests mit dem COP 1838HD+ ergaben, dass diese Modelle für mehrere Zwecke eingesetzt werden konnten, obwohl sie als Hochleistungs-Bohrhämmer für das Horizontalbohren konzipiert wurden. Montiert auf den Simba-Rigs der Flotte konnten Sie für das Langloch-Ringbohren mit gleicher Effizienz und Null Fehlern eingesetzt werden. Es wurde auch festgestellt, dass der neue COP 1435 ausreichend leistungsstark und robust für die Installation der 2,5 m langen Felsanker waren, eine Aufgabe, die vor der Erneuerung nicht erreicht werden konnte.


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