Intelligenter arbeiten, kontinuierliche Verbesserungen, Qualifikationen ausbauen

10. Dezember 2015

Bei den Boliden Tara Mines hat man keine Zweifel über die positiven Auswirkungen, die die systematischen Schulung von Gerätefahrern und Wartungspersonal auf die Effizienz haben kann. Man ist so sehr davon überzeugt, dass das Unternehmen die Ausbildung zu einem grundlegenden Element der Unternehmensstrategie gemacht hat.

Bei Boliden Tara Mines in Navan, Irland, wird seit fast 40 Jahren Blei und Zink abgebaut, und in der letzten Zeit hat das Unternehmen viele der klassischen Herausforderungen eines älteren unter Tage Bergwerks erlebt. Das Management erkannte, dass man die Operationen anpassen musste, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Der erste Schritt bestand in der Umstrukturierung der Organisation auf dem Weg zu einem „Ein-Bergwerk-Konzept", statt des bisherigen Konzepts aus drei Bereichen, von denen jeder eigenständige Bergbauteams hatte. Der zweite Schritt bestand daraus, das Schulungsprogramm für die Mitarbeiter auszubauen, um die Kompetenzen zu vergrößern, intelligenter zu arbeiten und ein Klima der ständigen Verbesserung zu schaffen. Atlas Copco, der Lieferant für Bergbauausrüstung für Boliden Tara Mines, wurde auch als Partner für die Weiterbildung des Bergbauunternehmens gewählt. Mike Lowther, Manager des Bergbaubetriebs, sagt, dass die neue Ausrichtung notwendig war, um Effizienz und Flexibilität. zu maximieren. „Je tiefer wir in die Mine gehen, desto schwerer wird die Logistik“, führt er aus. „Wir können Wechselkurse, die Metallpreise oder die Qualität des Erzkörpers nicht ändern, aber wir haben die Möglichkeit, die Effizienz unserer Bergbauoperationen und unsere Kosten zu kontrollieren. Mineralisierung ist nur Erz, wenn Sie es gewinnbringend abbauen können – damit es Erz wird, muss die Mine wirtschaftlich sein.“

“Je tiefer wir in das Bergwerk gehen, desto schwerer wird die Logistik.”

Mike Lowther, Manager of Mining Boliden Tara Mines

Übergreifende Qualifizierung im Fokus

Im Laufe der Jahre hat das Management des Bergwerkes auf die Bedeutung der Verbesserung der Qualifikation hingewiesen, und arbeitete eng mit den lokalen Bergbaugewerkschaften zusammen, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Arbeit hat nun eine intensivere Phase erreicht, da ein zunehmender Pool aus erfahrenen Bediener und Wartungsmitarbeitern mit übergreifenden Qualifikationen das Ausbildungsprogramm an den Bohrgerätesimulatoren von Atlas Copco durchlaufen hat. Übergreifende Qualifikation konzentriert sich auf die Schulung der Bergleute, die Gruppen von Maschinen mit ähnlicher Funktionalität bedienen, wie z. B. die Bohr- und Ankerbohrgeräte für die U-Produktion von Atlas Copco. Das erste Ausbildungsprogramm fand im Jahre 2013 statt und war sofort ein Erfolg. Das zweite fand Anfang dieses Jahres statt, und auch hier geben die Ergebnisse Anlass für die Vermutung, dass sie eine noch stärkere Auswirkungen auf den Betrieb haben. In der Vorbereitung auf den Kurs für 2015 haben das Bergwerk und Atlas Copco ein starkes Team unter der Führung von Seán Gilmore, den Ausbildungskoordinator bei Boliden Tara Mines, gebildet. Unterstützt werden sie von Damien Healy, dem Service Manager von Atlas Copco in Irland. Gilmore übernahm die führende Rolle des Simulatorausbildungsplaners. Er stellte sicher, dass alle Vorbereitungen vor der Lieferung des Simulators abgeschlossen waren. Starke Unterstützung kam auch von der Elektro- und IT-Abteilungen des Bergwerkes. Da nur vier Wochen vor dem Startschuss bis zur Umsetzung Zeit waren, erwies es sich als ein intensiver Prozess. Alle Teilnehmer mussten für die Simulator-Training-Software und das System registriert werden, E-Mail-Konten eingerichtet der Bereich für das Tagebautraining aufgerüstet und was noch wichtiger war, der Zeitplan musste mit den Schichten in der Mine koordiniert werden. Darüber hinaus wurde der Zeitplan an die Ferien und Schichtrotationen der Schulungsteilnehmer angepasst, um das Ziel von 24 Facharbeitern und 24 Bohrgerätbedienern, die geschult und übergreifend qualifiziert werden sollten, zu erfüllen. Insgesamt 56 Trainees nahmen teil, was eine Zunahme von 32 zum Jahr 2013 darstellt. Sobald der Zeitplan fertiggestellt war, wurde Mike Hall, normalerweise der Schichtleiter in der Mine als NPIC (Arbeitsverantwortlicher) für das Jahr 2015 ernannt. Halls Funktion bestand darin, sicherzustellen, dass die Risikobewertungen für die Vorbereitung und Installation des Simulators vor Ort abgeschlossen wurden, der Zeitplan allen Schulungsteilnehmern mitgeteilt wurde und er fungierte als Vermittlungsperson mit dem Trainer von Atlas Copco. Das Programm umfasste sowohl eine computerbasierte Einführungsschulung sowie Bedienerschulung am Simulator, je nach Qualifikationsgrad des Auszubildenden. Auszubildende mit breiter Erfahrung an der Bohrgerätemaschinengruppe nutzten die Gelegenheit für die Feinabstimmung Ihrer Fähigkeiten, während die Bediener in den frühen Phasen der Qualifizierung ein Verständnis der Funktionsweise der Anlagen durch das Computerprogramm erwerben konnten. Das computerbasierte Training umfasste die folgenden fünf Module, jeweils mit zehn Kategorien: • unter Tage Bohren • Felsmechanik • Bohrarbeiten im Loch • Gesteinsbohrhämmer • Wartung und Überholung. Eine Erfolgsquote von 80 Prozent ist in jeder Phase der Ausbildung erforderlich, um die Schulungsebenen zu durchlaufen. Die Auszubildenden verbrachten drei bis vier Stunden mit Themen wie Poren, Risse, Gesteinshärte und mehr, sowie häufigen Probleme im Zusammenhang mit Felsmechanik, Rotationsvorschub und Stoßkraft. Sie haben auch gelernt, wie Messgeräte auf veränderte Felsmechanik reagieren und in der Folge die Schlagbeanspruchung auf die Ausrüstung. Wie einer der Bediener es ausdrückte: „Die Grundlagen der Gesteinsbohrhämmer, zusammen mit warum und wann die verschiedenen Bohrgeräte verwendet werden, war interessant und relevant.“