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Clevere Montage spart Energie

Obwohl der im Saarland ansässige Hersteller mit der Verwendung pneumatischer Werkzeuge bei der Montage seiner qualitativ hochwertigen Bratpfannen und Kochtöpfe jahrelang positive Erfahrungen machte, ist er auf Elektroschrauber umgestiegen. Bei der Norbert Woll GmbH werden Stiele und Handgriffe mit diesen Elektroschraubern genauer, leiser und kosteneffizienter eingeschraubt als mit ihren pneumatischen Vorgängern.

3. Juli 2020

Die Norbert Woll GmbH stellt seit 1979 Bratpfannen und Kochtöpfe her und hat ihren Hauptsitzt in Saarbrücken. In den letzten Jahren ist die Nachfrage bei dem saarländischen Familienunternehmen deutlich gestiegen. „Der internationale Boom von TV-Kochsendungen hält an, und unsere Präsenz beim TV-Shopping und im Internet trägt zum Erfolg unserer erstklassigen Produkte bei“, berichtet der kaufmännische Leiter Sascha Kappelmeier. „Die steigenden Produktionszahlen ließen unsere Fertigung in Saarbrücken aus den Nähten platzen, weshalb wir ein komplett neues Werk im rund 30 Kilometer entfernten Saarwellingen aufgebaut haben.“ Der neue Produktionsstandort ist auf die Fertigung von Profi-Gusspfannen aus Aluminium spezialisiert. Er umfasst alle Fertigungsschritte vom Gießen über das Beschichten, die Bodenbearbeitung und das Montieren bis zum Verpacken und wurde mit einem Fokus auf kurze Wege und hohe Energieeffizienz eingerichtet.

„Made in Germany“

„Wir sind bewusst nicht in ein Billiglohnland abgewandert sondern ziehen Kostenvorteile aus einer effektiveren Fertigung“, erläutert Sascha Kappelmeier und führt beispielhaft die Reduzierung des Druckluftverbrauchs an. Man hätte zwar jahrzehntelang und mit zufriedenstellenden Resultaten Pfannenstiele und Topfgriffe mit Pneumatikschraubern montiert, doch bei Auftragszahlen von inzwischen fast einer Million Pfannen und Töpfe im Jahr mache die Art der Montage nicht zuletzt auch finanziell einen erheblichen Unterschied aus. „Luft ist als Antriebsmedium vergleichsweise teuer und in unserem neuen Werk sollten Fertigungsmittel mit deutlich niedrigerem Energiebedarf zum Zuge kommen. Also fragten wir unseren Werkzeuglieferanten Indruba nach Alternativen zur bisher verwendeten Technik.“ Zu Kappelmeiers Überraschung schnürte das Indruba-Team gleich ein ganzes Lösungspaket. Dieses versprach nicht nur eine drastische Senkung des Energieverbrauchs sondern überzeugte auch, weil die neue Ausstattung die Montage ergonomischer und genauer machen würde.

Leichter Arbeiten

Die Verbindung Pfanne-Griff muss zuverlässig halten, das ist für den saarländischen Hersteller ein ehernes Qualitätsmerkmal. „Wir erzielen das durch eine in den Griffansatz eingegossene spezielle Messinggewindetülle und M5er Kreuzschlitz-Edelstahlschrauben mit verlängertem Schlitz für den perfekten Kraftschluss beim Fügen.“ Ursprünglich habe Woll sogar eine vollautomatische Anlage zum Verschrauben der Handgriffe in Erwägung gezogen, doch die sei wegen extrem hoher Kosten und der großen Produktvarianz nicht realisierbar gewesen. Das von Indruba vorgeschlagene flexible Atlas-Copco-Equipment kam hingegen auf Anhieb mit den vielen unterschiedlichen Woll-Pfannenmodellen zurecht. Dabei benötigt es statt einem Druckluftnetz lediglich eine 230-Volt-Steckdose und erfüllt mit nur drei Komponenten voll und ganz die Montageanforderungen: Ein EBL-Elektroschrauber ist in einen Drehmomentarm eingespannt, der durch die Kombination mit einem RIL genannten Balancer praktisch gewichtslos in der Schwebe verharrt. Greift der Werker nach dem Schrauber, kann er das Werkzeug ohne störenden Widerstand exakt zur Schraubstelle führen. Der in den EBL-Niederspannungsschrauber integrierte Schubstarter setzt den Schraubzyklus selbsttätig in Gang und sämtliche Reaktionsmomente werden von dem SML-Drehmomentarm aufgefangen, ohne den Werker zu belasten. „Kein Vergleich zu früher mit den handgehaltenen Druckluftwerkzeugen. Da kribbelten einem nach Feierabend noch die Handgelenke und viel lauter war es auch“, berichten die Mitarbeiter, und Sascha Kappelmeier lobt neben der besseren Ergonomie die Wiederholgenauigkeit der vier in dieser Station eingesetzten EBL-Werkzeuge.

Unplanmäßige Ausfälle gab es seit ihrer Inbetriebnahme vor gut 2 Millionen Schraubzyklen nicht und unsere Betriebserfahrungen sind durchweg positiv.

Sascha Kappelmeier , Kaufmännischer Leiter
Sascha Kappelmeier_1
„Im Vergleich zu Druckluftschraubern haben wir eine Stromersparnis von gut 80 Prozent.“
Stichproben würden belegen, dass Woll dank der drehmomentpräzisen Abschaltkupplung noch genauer verschraube als mit den früheren Druckluftwerkzeugen, die auch schon gut waren. Die 1 bis 5,5 Nm starken und 600 min-1 schnellen EBLs mit ihren bürstenlosen, verschleißarmen Motoren haben ihre Standfestigkeit längst bewiesen. „Unplanmäßige Ausfälle gab es seit ihrer Inbetriebnahme vor gut zwei Millionen Schraubzyklen nicht“, sagt Kappelmeier. „Und pro Schrauber kommen mit jeder Schicht 2500 Anziehvorgänge hinzu.“
Der EBL-Einsatz rechne sich einfach für das Unternehmen, fasst Sascha Kappelmeier zufrieden zusammen: „Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv.“ Darum habe man im Juni auch die Montagearbeitsplätze des Stammwerks Saarbrücken auf diese leisen und zuverlässigen Niederspannungsschrauber von Atlas Copco Tools umgestellt.